LEE NRW: Ist der Kammerzwang für die Grüne Wirtschaft noch tragbar?

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Am 17. Februar veranstaltet der Landesverband Erneuerbare Energien NRW e.V. in Düsseldorf eine Podiumsdiskussion zum Thema „IHK und Energiewende: Ist der Kammerzwang für die Grüne Wirtschaft noch tragbar?“.
Auf der öffentlichen Veranstaltung wird mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Industrie- und Handelskammern und Wirtschaft über die energiepolitische Ausrichtung und Pflichtmitgliedschaft der IHK in NRW diskutiert!

Die Energiewende gestaltet unsere Energieversorgung klimafreundlicher und zukunftsorientierter und sie hat großes wirtschaftliches Potenzial: Neue Arbeitsplätze entstehen, kleine und mittlere Unternehmen werden gestärkt und neue Absatzmärkte erschlossen. Die aktuelle öffentliche Diskussion beherrschen dagegen überwiegend kritische Stimmen und Desinformation – insbesondere zu den Fragen der Kostentreiber im Strompreis.

Gerade seitens der Industrie- und Handelskammern (IHK) entsteht der Eindruck, dass die enormen Wachstumschancen verkannt und kritische Äußerungen über die Umgestaltung der Energieversorgung dominieren. In NRW wurde die Positionierung der Kammern oftmals so einseitig wahrgenommen, dass Unternehmen der regenerativen Branche Klage gegen ihre örtliche IHK und die aktuellen energiepolitischen Positionen eingereicht haben.
Sie sehen darin eine Verletzung des Neutralitätsgebotes, dass sie als Pflicht-Beitragszahler nicht hinnehmen wollen und durch die letztlich auch der Kammerzwang in Frage gestellt werde.

Aber auch weit über die regenerative Branche hinaus steht der Kammerzwang zur Diskussion: Die Selbstverständlichkeit mit der die Zukunft der wirtschaftlichen Selbstverwaltung nur in Verbindung mit dem Kammerzwang denkbar war, gerät zunehmend ins Wanken. Nicht nur aus der Europäischen Kommission auch aus der Wirtschaft selbst mehren sich die Stimmen, die diese „Selbstverwaltung“ auf freiwillige Basis stellen wollen, um Wettbewerb und Innovation auch innerhalb der Kammern zu entwickeln. Mit einer gemeinsamen Veranstaltung möchten der Landesverband Erneuerbare Energien (LEE) NRW e.V. und der Bundesverband für freie Kammern e.V. (bffk) dieser Auseinandersetzung ein Forum geben und über das Für und Wider der Pflichtmitgliedschaft – insbesondere für die regenerative Branche – diskutieren.

    Öffentliche Podiumsrunde
    „IHK und Energiewende:
    Ist der Kammerzwang für die Grüne Wirtschaft noch tragbar?“

    Über die energiepolitische Ausrichtung und Pflichtmitgliedschaft der IHK in NRW.
    Kostenlose Veranstaltung am 17. Februar 2014 um 18 Uhr
    im Düsseldorfer Palais Wittgenstein.

Es debattieren: Dr. Nina Scheer (SPD-Bundestagsabgeordnete), Michael Wenge (Hauptgeschäftsführer der IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid), Helmut Diegel (Hauptgeschäftsführer der IHK Mittleres Ruhrgebiet), Kai Boeddinghaus (Geschäftsführer des bffk) und Klaus Schulze Langenhorst (Geschäftsführer der SL NaturEnergie Unternehmensgruppe und stellvertretender Vorsitzender des LEE NRW).
Die Moderation übernimmt Jürgen Zurheide, Journalist und Moderator im WDR-Hörfunk.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, deshalb wird um formlosee Anmeldung per E-Mail (info [at] lee-nrw.de) oder per Fax (0211-23921272) gebeten.
http://lee-nrw.de/

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