Finnlandschwedischer Unternehmerverband war zu Gast beim netz NRW und Betrieben in Köln

Den finnischen Kultur- und Kleinunternehmerverband Svensk utveckling r.f.
führte seine Unternehmerreise 2011 nach Köln. Deshalb arrangierten wir für die 27 Personen starke Reisegruppe am 5. Dezember einen abwechslungsreichen Programm-Tag mit vielseitigen Einblicken in kleinere Unternehmen des netz NRW.
Der Kontakt zu diesem Austauschtreffen von Verband zu Verband kam über die Deutsch-Finnische Handelskammer in Helsinki zustande. Carl-Johan Hindsberg, der Direktor von Svensk utveckling, fokussierte das Interesse seines Verbandes und der Mitglieder auf hiesige Unterstützungsstrukturen für Kleinbetriebe (in Nordrhein-Westfalen und Deutschland) und ihre Perspektiven für Unternehmensentwicklung, -wachstum sowie Internationalisierung.

Nach Ankunft am Sonntag und ersten Eindrücken von Kölner Weihnachtsmärkten trafen sich Svensk utveckling und netz NRW am Montagvormittag zu Infopräsentation und Get-together in einem Hotel.
Hjärtligt välkommen begrüßten Thomas von der Fecht und Maria Cruz aus der Kölner Geschäftsstelle die südfinnische Delegation. Gudrun Treziak, Geschäftsführerin des netz NRW, war ebenfalls angereist. Thomas von der Fecht zeichnete die Entwicklungsschritte des netz NRW seit den 90er Jahren nach, informierte über verschiedene Angebote des netz NRW für seine Mitglieder und illustrierte Tätigkeitsschwerpunkte wie z.B. die Unterstützung und Begleitung von betrieblichen Kooperationen und netz NRW- Initiativen zur Förderung der betrieblichen Weiterbildung.
Ein Exkurs über Formen der Unterstützung und Finanzierungshilfen in NRW für Kleinbetriebe und ihre Organisationsentwicklung rundeten die Vorstellung ab.
Dann folgten vier Betriebsbesuche bei netz NRW-Unternehmen in der City.

Zwei kurze Betriebsbesuche umrahmten die Lunchtime:
Das weihnachtlich reichhaltige Sortiment der Flohmarkthalle Köln demonstrierte Best Practise professioneller Führung eines Second-Hand-Fachgeschäfts. Inhaber Günter Habetz und Daniela Kaminski vom Branchenverband Second-Hand vernetzt e.V. erläuterten die Geschäftsentwicklung, die Second-Hand-Marktsituation bei positiv verändertem, nachhaltigeren Konsumverhalten und geeignete Marketinginstrumente für die Branche.
Neueste Artikel und Geschenkideen aus den Bereichen Wohnaccessoires und Cooking und bietet Detlef Schumacher vom designshop neue Variante in der Pfeilstraße feil, nächst der Shoppingzone um die Ehrenstraße. Der Betrieb, 1990 als „Variante“ getauft, hat eine interessante Metamorphose erfahren: Einst gestartet als Pionier mit einer kleinen, aber feinen Auswahl an hochwertigen Biomöbeln mit Zubehör für Schlaf- und Esszimmer, hat Herr Schumacher seine über die Jahre gewachsene Leidenschaft für Details der Innenraumgestaltung in Richtung Designaccessoires „gedreht“.
Die finnischen Gästen goutierten ihren Eindruck mit Entdeckerfreude.

Schnurstracks ging die Besuchergruppe weiter zu Fuß ins Belgische Viertel. Zeitgemäße Verkehrsmittel nachhaltiger Mobilität standen hier auf dem Programm. Zentrale und Garage von cambio Köln CarSharing hieß unsere erste Adresse:
Marketingleiterin Tanya Bullmann empfing uns herzlich und informativ im Inforaum der cambio-Geschäftsstelle. cambio wurde 1992 als StattAuto Köln mit wenigen Fahrzeugen und KundInnen gegründet und schloss sich im Jahr 2000 mit Aachen und Bremen zur cambio-Gruppe zusammen, die seitdem kontinuierlich um weitere deutsche und belgische cambio-Städte anwächst. In Köln gibt es mittlerweile rund 11.000 NutzerInnen, 320 Fahrzeuge verschiedener Typklassen an 46 Stationen. Mitte November eröffnete auch die erste kleine Dependance in Bonn.
Frau Bullmann erklärte kompakt die flexible Angebots- und Preisstruktur von cambio, die vielen Vorteile (convenient, financial, eco-friendly) für die KundInnen beim modernen Autoteilen sowie die technische Organisation und Abwicklung bei der Buchung von cambio-Autos. In der Diskussion zeigten sich die Finnen beeindruckt von der Entwicklung des Carsharing und den Veränderungen im jüngeren Mobilitätsverhalten hierzulande. Dann ging es direkt in die Garage der cambio-Station „Maas“ zur praktischen Demonstration der cambio-Chipkarte – sie ist Autoschlüssel und bequemes Buchungswerkzeug zugleich für alle cambio-Fahrzeuge.

Umweltfreundliche Mobilität lässt sich natürlich innovativ auch auf zwei Rädern realisieren, das zeigte uns abschließend der vierte Betriebsbesuch – bei Croozer. Im toll ausgeleuchteten Familienradgeber warfen Thomas Hegemann, Shopleiter von Croozer, und Sabine Richarz, Leiterin Kommunikation, das Licht auf hochwertige, spezialisierte Produkte: von Fahrrad-Lastenanhängern, Kindertransportern, Hundetaxi, Tandems, Falträder bis hin zu Kleinfahrzeugen für Kinder jeder Altersstufe. Man merkt es deutlich: Mobilität für Mensch und Familie ist für das Team von Croozer nicht allein Profession, sondern vor allem Passion – und das seit 1993. Das inhabergeführte Unternehmen mit rund 50 MitarbeiterInnen ist inzwischen Partner des Fahrradfachhandels in ganz Europa, mit Vertrieb sogar in Helsinki!

Hier ist Platz für Ihren Kommentar!

Your email address will not be published.