Uranmüll aus dem Münsterland

Trotz des im Jahr 2000 erzielten Konsenses zwischen Bundesregierung und Energieversorgungsunternehmen, langfristig aus der Atomwirtschaft auszusteigen, wird die Urananreicherung ausgebaut. Als Spezialfirma gilt die Urenco Deutschland GmbH (zu deren Eigentümern die Stromkonzerne RWE Energie und E.on zählen) mit einer Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau.

Die von Urenco betriebene Anlage soll die Produktion künftig von 1800 auf 4500 Tonnen pro Jahr aufstocken; bisher konnte man etwa 14 Atomkraftwerke beliefern, künftig werden es 32 sein. Mit der Uranisotopen-Trennung fallen natürlich auch abgereicherte Abfallprodukte an, z.B. Uranhexafluorid (UF6). Dieses hochtoxische Gas transportiert und exportiert die Firma zur „Wiederaufbereitung“ nach Rußland und Frankreich. In Sibirien lagert es dann in Stahltanks und Fässern unter freiem Himmel. Im französischen Pierrelatte soll es in den Feststoff Uranoxid umgewandelt werden, um es später wieder in Deutschland zwischenzulagern. So wird Entsorgung vorgetäuscht.

Mehr zum Thema u.a.:
http://www.taz.de/…/protest-gegen-strahlende-importe/
http://www.taz.de/…/atomwirtschaft-auf-expansionskurs-1/
http://www.bewegungsstiftung.de
http://www.jungewelt.de/2009/06-03/052.php
Älterer Artikel zum internationalen Uranhexafluorid-Tourismus durch Deutschland
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25602/1.html

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